Radwallfahrt 2005

Erste Radwallfahrt der Pfarrei Geiselwind am 18./19. Juni nach Gößweinstein - Zweiter Tag: Rückweg
Frische Brötchen und ein reichliches Büffett erwarteten uns ab 8 Uhr. Freundliche Bedienungen sorgten für Nachschub an Kaffee oder Tee. Und allmählich wurden auch manche noch müden Geister wach und waren dann gestärkt für die Rückfahrt. Gottes Segen empfingen wir bei der Morgenmesse um 9 Uhr. Bis dann alle Zimmer geräumt waren und sich herzlich von der Wirtin verabschiedet worden war, konnten wir gegen 10.15 Uhr abfahren.
Die Sonne leuchtete kräftig, und es schien ein heißer Tag zu werden. "Jetzt geht es nur noch bergab!", verkündete Herbert. Und wir glaubten ihm - Kaum hatten wir aber Gößweinstein verlassen, stieg die Straße beträchtlich an. Herbert und Alfred hatten für den Rückweg eine andere Route gewählt, die uns zunächst noch etwas höher hinaufführen sollte. Nach einigen Kilometern - viel bergauf, wenig bergab - hatten wir auch schon einen besonderen Punkt unserer Reise erreicht: Wichsenstein. Viele waren abgekämpft und pausierten gerne auch etwas länger, während andere zur Aussichtsplattform hochkletterten. Ihre Mühe entschädigte ein herrlicher Ausblick. Mitten in dem kleinen Ort belagerten wir fast die gesamte Straße nahe der Kirche, in der gerade ein Gottesdienst beendet war. Die Kirchgänger waren recht überrascht ob so vieler Radler in aller Frühe. So kam es zu spontanen Gesprächen mit den Einheimischen. Manche bedienten sich auch an unserem Büffett, das wieder Helmut und Sebastian aufgebaut hatten. - "Ab jetzt geht es aber wirklich abwärts", versprach Herbert mit einem Grinsen im Gesicht. Diesmal stimmte es. Schnell rollten wir mühelos auf Forchheim Gerlinde Ruppert platziert sich fotogen in einem Porsche Boxter. zu. An Kreuzungen und Einmündungen waren sofort - wie auch schon am Vortag - unsere Absicherer Thomas Reinlein und Michael Weilnheimer mit ihren gelben Westen zur Stelle und warnten die anderen Verkehrsteilnehmer vor der Radlerkolonne. Herbert und Alfred fuhren in Gelb an der Spitze, ich mit der orangen Warnweste immer am Ende des Konvois. So bildete ich gut sichtbar für die "Verkehrsregler" den Schluss der Kolonne. Aufsehen erregend fielen wir in Reihe fahrend in die Stadt ein und machten uns am Marktplatz breit, wo gerade die Forchheimer Autotage stattfanden. Präsentiert wurden viele Modelle der meisten Marken. Auch Sportwagen luden zum Probesitzen ein. Eine Dixi-Band "Sunshine Brass" spielte speziell für uns "Ja, wir san mit'm Radl do". Der Abschied von der tollen Atmosphäre des Markttreibens fiel schwer als wir den richtigen Weg nach "draußen" suchten. Doch schon bald hatten wir Forchheim hinter uns gelassen und nahmen das nächste Ziel in Angriff. Nach ein paar Ortschaften war dann auch der Lucia Ruhl führt durch die Marienandacht in der Krypta der Marienkirche in Heroldsbach.
Marienwallfahrtsort Heroldsbach erreicht. In der Krypta der Marienkirche führte Lucia Ruhl durch die Andacht; Reinhold Eyselein begleitete gekonnt auf dem Keyboard die Sänger, die kräftig ihre Stimmen erklingen ließen. Der Sound lockte auch andere Besucher der Gebetsstätte an, so dass die Krypta fast bis auf den letzten Platz besetzt war. Helmut und Sebastian hatten wieder Speisen und Getränke aufgebaut. Vor allem Flüssiges war an diesem Tag besonders gefragt, da es sehr heiß geworden war und wir ordentlich ins Schwitzen gerieten. - Dann nahmen wir die letzte Etappe unter die Räder: auf nach Hause. Die Pausen wurden kürzer - die Geschwindigkeit höher. Nach einer Reifenpanne in einem Waldstück war der Rest auf Wunsch der Zurückgebliebenen schon weitergefahren. Die Aufholjagt, die veranstaltet wurde, hatte durchaus sportlichen Charakter. Mit einer Geschwindkeit bis zu 30 km/h hatte die Gruppe von etwa sechs Radlern die Vorausfahrenden in Null-komma-nichts eingeholt. Diese hatten sich auf eine gemütliche Fahrt bis zum nächsten Rastplatz vorbereitet und waren deshalb recht erstaunt, dass wir so schnell da waren. Ab Adelsdorf wurde dann wieder gemeinsam kräftig in die Pedale getreten - es ging heimwärts. Bei Nackendorf war dann noch ein kurzer aber heftiger Anstieg zu bewältigen. Über Schirnsdorf und Schlüsselfeld ging es dann flott in Richtung Heimat. Pünktlich um 19 Uhr waren alle am Ortseingang von Geiselwind angekommen. Pater Richard war uns schon mit dem Fahrrad entgegen gefahren und freute sich, dass alle gesund und munter zurück waren. Mit Glockengeläut und unter Begleitung einiger Geiselwinder, die gern selbst dabei gewesen wären, zogen wir in unsere Pfarrkirche ein. Nach einem kurzen Begrüßungssegen und einigen Dankesworten trafen wir uns nochmals an unserem Ausgangspunkt vor dem Pfarrzentrum. Der Rest der Speisen und Getränke - es war Dank guter Planung nur wenig übrig geblieben - wurde verteilt und herzlich voneiander Abschied genommen. Die zwei Tage miteinander bei guter Kameradschaft hatten zusammengeschweißt, so dass man fast melancholisch wurde und nur schwer auseinander gehen wollte. Die Radwallfahrt war so ein Erfolg und hatte so viel Spaß gemacht, dass so eine "Radtour" sicher wiederholt, ja vielleicht sogar zur festen Einrichtung werden wird.