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Pfarrabend am 05.11.05

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Datum:
Veröffentlicht: 21.11.05
Von:
Matthias Felber

Kleiner Bericht für Interessierte, die nicht kommen konnten

Neues Konzept des Pfarrabends kam bei den Zuhörern gut an.
Mit dem Glockenschlag um 19 Uhr begann die Steigerwaldkapelle mit flotten Stücken den Abend, und der Singkreis brachte zwei Lieder dar. Man bemerkte sofort, dass an diesem Abend die Musik einen großen Anteil haben würde. Kurz und knapp, ohne viel Primborium, begrüßte der PGR-Vorsitzende Matthias Felber die etwa 100 Anwesenden, den Vertreter der Presse und bedankte sich bei den Musikanten und den Sängern und Sängerinnen. Beginnend mit der Vorstellung der Mitglieder des seit dem 15.05.2002 amtierenden PGR und einer Gedenkminute für den am 24.05.02 verstorbenen Armin Sillig eröffnete Felber den förmlichen Teil des Abends. Illustrierte wurden die Ausführungen durch Overhead-Folien. Er betonte, dass der PGR "Ein Team" bildete und auch neue Ideen, die z.T. von außen herangetragen worden waren, engagiert verwirklichte. 23 PGR-Sitzungen mit dem gesamten PGR, 2 gemeinsame Treffen mit der Kirchenverwaltung, 4 Dekanatsratssitzungen, 6 Treffen und Sitzungen in Bezug auf die Neustrukturierung der Erzbistums und unzählige Ausschuss-Sitzungen waren nötig, um die Aufgaben zu bewältigen. Er sprach auch Projekte an, die fehlschlugen, was aber dem Engagement des Teams keinen Abbruch tat.
Lucia Ruhl und Helmut Stöckinger übernahmen die Berichte über die Tätigkeiten der einzelnen Sachausschüsse.  

  • Es wurden die gutbesuchten Kindergottesdienste im Pfarrzentrum und die vom Kigo-Team einstudierten Kindermetten, sowie die Firmungen am 6.6.02 und am 22.10.04 und die jährliche Ferienpass-Aktion angesprochen.
  • Die Jugendarbeit bestand vor allem aus der Betreuung der über 20 MInistranten. Dabei machten die Einführungen der "Neuen" und die Organisation der Ausflüge und Freizeitangebote einen Großteil der Arbeit aus.
  • Im Bereich der Laiendienste und Liturgie kam die Sprache - auf die nötigen Gottesdienstabgleiche mit Breitenlohe und Appenfelden, - auf die Kommunionhelfer und Lektoren (die immer noch von Dr. Herbert Müller eingeteilt werden), - auf die Vorbeter bei Bittgängen und Prozessionen, - auf die Wallfahrten nach Dettelbach und Gößweinstein, - auf die Pfarrausflüge, - auf die Fahrdienste für die Urlaubsvertretungen, auf den seit 10 Jahren bestehenden Gebetskreis, - auf den Weltgebetstag, - auf die Fußwaschung am Grüdonnerstag
  • Für die Erwachsenen wurde neben dem gemeinsam mit dem Frauenbund organisierten Frauenfrühstück auch eine ökumenische Männervesper angeboten. Viele Vorträge und der gern angenommene Seniorentanz bereicherten das Angebot. Auch konnten ein neuer Fernseher, ein DVD-Player und die dazu passende Surround-Anlage angeschafft werden, nach dem 2003 ein Videorecorder für das Pfarrzentrum gespendet worden war.
  • Die Senioren trafen sich monatlich, davon vier Mal jährlich in Lülsfeld, zu interessanten Vorträgen bei Kaffee und Kuchen und wanderten ein Mal pro Jahr in der näheren Umgebung. Besonderes Interesse fanden die Kurse "Gedächtnistraining". Ausflüge und Weihnachtsfeiern wurden wieder gemeinsam mit dem Frauenbund durchgeführt. Bei der Caritas-Sammlung verbleibt 1/3 der Einnahmen in der Pfarrei.
  • Wenn es um Feste und Feiern ging, sind alle Hände gefragt. Hier zeigte sich die Teamarbeit deutlich. So konnten immer wieder der Pfarrfasching und der Kinderfasching, ein gemeinsames Pfarr- und Kindergartenfest, das Osterfrühstück, Glühweinverkauf und viele Stehempfänge durchgeführt werden. Prälat Hans Wich bei der Firmung 2002 und bei seiner Geburtstagsfeier 2004, Regionaldekan Otto Münkemer bei der Firmung 2004, sowie Erzbischof Dr. Ludwig Schick bei seinem Besuch 2005 konnten so problemlos bewirtet werden.
  • Seit April 2003 steht uns ein eigener 20seitiger Pfarrbrief, der in einer Auflage von jetzt 550 Stück zwei Mal jährlich erscheint, zur Veröffentlichung unserer Angelegenheiten zur Verfügung. Und seit dem 4.2.2005 können wir uns auch auf unserer eigenen Homepage www.pfarrei-geiselwind.de auslassen. Bis zum Stichtag am Pfarrabend haben bereits 7452 sog. "User" die Homepage aufgerufen und sich auf über 100 Seiten und weit über 100 Bilder über die Pfarrei informiert.

Unterbrochen wurden die Ausführungen etwa viertelstündlich durch Musikeinlagen, so dass sich die Zuhörer etwas entspannen konnten. Felber schloss die Berichte mit einem Hinweis auf die PGR-Wahlen im Frühjahr 2006 ab.

Gegen 20.15 begrüßte auch unser Pater Richard, der vom Gottesdienst in Breitenlohe später gekommen war, die Gäste aufs herzlichste, bevor Brigitte Palotz detailiert über die Einnahmen und Ausgaben der Kirchenverwaltung der letzten 4 Jahre informierte. Aktuell sprach sie die notwendige Sanierung des Kirchendaches der Sankt-Burkhard-Kirche an. Die Kosten wurden zum Großteil durch Zuschüsse und Spenden gedeckt. Sie hofft, die Restkosten durch die Spenden vom Adventskonzert zu begleichen. Die Erneuerung des halben Parketts im Pfarrzentrum aufgrund Nässeschadens fällt als außergewöhnliche Belastung diesjährig besonders ins Gewicht.

Bevor es dann zum Hauptthema des Abends, dem neuen Seelsorgebereich, kam, konnten sich die Anwesenden nochmals bei Musik von der Zahlenflut des Kirchenverwaltungs-Berichts erholen.
Felber informierte dann ausführlich über den Stand der Neustrukturierung des Erzbistums Bamberg bzw. der Dekanate Neustadt/Aisch-Bad Windsheim und Höchstadt. Geldmangel und z.T. auch Priestermangel zwingen die Kirche, d.h. unseren Erzbischof Dr. Ludwig Schick, die Personal- und Sachausgaben neu aufzuteilen. Als absolut notwendig erachtet deshalb das Bamberger Gremium "Neustukurierung" die engere Kooperation der Pfarreien. Felber machte keinen Hehl daraus, dass es im neuen Seelsorgebereich weniger Priester als bisher (Reduzierung von fünf auf drei Priesterstellen) und somit auch weniger Eucharistiefeiern geben wird.
Nach mehreren informativen Sitzungen des Pfarrgemeinderats mit Herrn Farrenkopf oder Herrn Hetzel, beschloss der PGR einstimmig, sich dem Seelsorgebereich um Schlüsselfeld anzuschließen.  Projektgruppen aus den einzelnen Partnerpfarreien (für Geiselwind Pauline Felber für die Kirchenverwaltung und Matthias Felber für den PGR) trafen sich mehrmals, um den "Zusammenschluss" vorzubereiten. Geiselwind, Appenfelden und Breitenlohe, Schlüsselfeld, Thüngfeld, Rambach und Heuchelheim, Aschbach, Elsendorf, Wachenroth und Reichmannsdorf (um nur die größten zu nennen) haben sich entschlossen einen Seelsorgebereich zu bilden. Auf 298 qkm leben dort 7986 Katholiken, was genau den idealen Vorgaben von Bamberg entspricht. Die insgesamt 13 Pfarreien, Kuratien oder Filialkirchen werden einen beschlussfähigen gemeinsamen Rat - Seelsorgebereichsrat - bilden. Die einzelnen Pfarreien werden sowohl im pastoralen (PGR) und finanziellen (KV) Bereich selbständig bleiben und dem Seelsorgebereichsrat (SBR) die Aufgaben Gottesdienstabgleich, Firm- und Kommunionkatechese übertragen. Weitere Aufgaben sollen vorerst bei den jeweiligen PGRs eigenständig, wie bisher, bleiben. Auch die einzelnen Kirchenverwaltungen bilden ein gemeinsames, beschlussfähiges Gremium, bleiben aber sonst selbstständig.
Felber betonte, dass der neue Seelsorgebereich, für den noch ein Name zu finden ist, auch Chancen für Geiselwind bietet. So erhofft man sich Unterstützung bei der Jugendarbeit und bei der Vorbereitung von Firmung und Erstkommunion.  Jedoch unterstrich Felber, dass wir, d.h. unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter in der Pfarrei nicht resignieren sollten, sondern weiterhin Kindergottesdienste, Kindermetten, Seniorennachmittage, Seniorentanz, Gebetskreis, Wallfahrten, Vorträge und Pfarrfasching - wie bisher - gestalten und organisieren sollten. Denn nur das, was von uns selbst getan wird, das passiert auch in unserer Pfarrei. 
Nach einer kurzen Pause, wieder mit Musik, forderte Felber zur Diskussion und Fragestellung auf.  Davon wurde rege Gebrauch gemacht. Beispielhaft sind hier einige Fragen und Antworten wiedergegeben.

  • Brauchen wir im neuen Seelsorgebereich noch einen eigenen Pfarrgemeinderat?
    - Gerade jetzt wird ein aktiver, kompetenter und verantwortungsvoller PGR benötigt, damit zum einen die Interessen der Pfarrgemeinde im Seelsorgebereich gut vertreten werden und die bisherigen "Errungenschaften" auch weitergeführt werden können.
  • Wie wird der SBR zusammengesetzt sein?
    - Der SBR setzt sich aus den Seelsorgern und Diakonen bzw. Pastoralreferenten, den PGR-Vorsitzenden und den jeweiligen Stellvertretern bzw. deren Ersatzleute, d.h. 2 Personen (aus Schlüsselfeld 3 Leute) und aus zwei Vertretern des Gesamtverwaltungsgremiums (ohne Stimmrecht) zusammen.
  • Warum wird gerade bei den Pfarrern gespart? Ist das nicht der falsche Weg?
  • Laut Mitteilung aus Bamberg dürfen Priester am Wochenende (d.h. Samstagabend und Sonntag zusammen) nur drei Eucharistiefeiern zelebrieren. Was passiert, wenn ein Priester mehr tut?
    - Die letzten beiden Fragen blieben unbeantwortet - 

Fast drei Stunden hatten alle aufmerksam ausgeharrt, waren den Ausführungen gefolgt und hatten den musikalischen Darbietungen von der Steigerwaldkapelle und dem Singkreis gelauscht. Allgemein wurde der Abend als interessant  und kurzweilig beschrieben.
Besonderer Dank gilt dafür den Musikanten der Steigerwaldkapelle und den Sängern und Sängerinnen des Singkreises, den jugendlichen Bedienungen, allen Akteuren und Helfern.