Neuer Seelsorgebereich „ Dreifrankenland im Steigerwald“

Liebe Pfarreiangehörige,
seit 1. September gibt es nun den neuen Seelsorgebereich „ Dreifrankenland im Steigerwald“ und ich bin zum leitenden
Pfarrer für das große Gebiet ernannt worden, dass Sie auf der Karte sehen. Zusätzlich habe ich als Pfarradministrator die Kuratie Appenfelden und die Pfarrei Breitenlohe erhalten.
Auf diese Weise bringt der neue Seelsorgebereich bereits Veränderungen.
Sicher haben sich schon manche von Ihnen gefragt: Was bedeutet der neue Seelsorgebereich? Was heißt `Leitender Pfarrer´? Was geschieht mit unseren Pfarreien?
Wir haben einen sehr großen SSB (=Seelsorgebereich): Zwanzig Pfarreien - so viele hat keine anderer Verbund im Erzbistum. Dies ist auch von der Fläche her gesehen ein ausgedehntes Gebiet.
Deshalb wird es eine Aufteilung in drei "Pastoralräume" geben, diese sind die bisherigen Seelsorgebereiche:
- Dreifrankeneck (Maria im Dreifrankenland),
- Schwarzenberger Land (Scheinfeld und Markt Bibart) und
- Weinland (Iphofen, Seinsheim).
Die Pastoralräume sollen soweit es geht selbständig arbeiten. Deshalb bleiben auch die hauptamtlichen Mitarbeiter dort, wo sie bisher schon arbeiten. Ebenfalls bleiben die Pfarradministratoren im Amt, wie Sie es bisher gekannt haben: in unserem Pastoralraum Padre Gabriel Ramos als Pfarradministrator von Wachenroth und Elsendorf, Pfarrvikar Joseph Kollathuparampil als Seelsorger für Appenfelden, Breitenlohe und Geiselwind.
Auch Frau Gemeindereferentin Petra Kleineisel und Diakon Hans Scherbaum sind hauptsächlich weiter mit ihren bisherigen Aufgaben betraut - aber auch schon ausdrücklich für den neuen Seelsorgebereich zum Dienst bestellt.
Die Aufgabe des Leitenden Pfarrers besteht kurz gesagt darin, diese Selbständigkeit zu ermöglichen und gleichzeitig das Gemeinsame zu fördern. Die Selbständigkeit der Pastoralräume gelingt jetzt noch gut, da wir mit zwölf Hauptamtlichen besetzt sind. Aber es wird nicht so bleiben: im Lauf der nächsten Jahre ist zu erwarten, dass die Zahl sinkt. Im Stellenplan sind für unseren Verbund dauerhaft vorgesehen: siebeneinhalb Stellen. Diesen Übergang müssen wir gestalten. Deshalb sollen wir ein Pastoralkonzept erarbeiten, damit uns die Entwicklung nicht überrascht, wenn jemand kurz oder länger ausfällt oder gar nicht mehr da ist.
Wie die Pastoralräume haben auch die einzelnen Pfarreien den starken Wunsch, selbständig zu bleiben. Dies wird aber eine Herausforderung bei weniger Haupt- und auch Ehrenamtlichen. Wir werden immer mehr erfahren: selbständig können wir nur bleiben, wenn wir kooperieren. Deshalb werden bestehende Formen der Zusammenarbeit beibehalten und noch ausgebaut.
Die Hauptamtlichen bilden bereits ein Team. Die Grundlage für alle Kooperation wird unser Pastoralkonzept sein. Dieses sollen wir von jetzt an erarbeiten - wobei wir uns mit dem Übergangs-Seelsorgebereichsrat abstimmen, in dem die Pfarreien vertreten sind. Als Leitender Pfarrer werde ich darauf achten, dass dieses Konzept umgesetzt wird.
Mit dem Neuen Seelsorgebereich beginnt auch ein neues Kapitel in der Geschichte unserer Pfarreien.
Die beiden Hauptziele sind: den Glauben vor Ort stärken und neue Wege des Glaubens zu den Menschen suchen. Es geht ausdrücklich nicht um das reine Bewahren des bisherigen Lebens in den Pfarreien. Wir werden uns immer wieder fragen: wie können wir Menschen ansprechen, die zur Zeit in unseren Pfarreien wenig auftauchen? Das ist sicher ein anspruchsvolles Ziel, aber notwendig. Damit es gelingt, sollten alle zusammen arbeiten, denen der Glaube am Herzen liegt.
Gerade die Zeit des Advents weist uns hin auf die Überraschung, die der Glaube für uns bereithält: Advent heißt 'Ankunft' und meint nicht nur das Bekannte, Vertraute - die Vergangenheit. Die Ankunft unseres Herrn Jesus Christus bedeutet ebenso eine Überraschung. Mit der Geburt Christi kommt Neues in die Welt: Gott selbst wohnt unter den Menschen und führt sie in die Zukunft. So können auch wir uns öffnen für das Neue, das vor uns liegt und das wir mit seiner Hilfe auch annehmen können. Wir spüren, wie die Kirche eine Zeit des Umbruchs und des Wandels erlebt. Es ist unserer Aufgabe, dass wir gemeinsam diesen neuen Weg gehen.
So wünsche ich Ihnen in Ihren Familien eine gute adventliche Zeit und ein gesegnetes Weihnachtsfest,
Ihr Leitender Pfarrer
Wolfgang Dettenthaler