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„Indien“ stieß auf großes Interesse

Indien
Datum:
Veröffentlicht: 22.11.16
Von:
Matthias Felber

Pfarrer Joseph sprach über sein Heimatland

Am 18.11.16 hat Pfarrer Joseph, der aus Indien stammt, im Rahmen der Ökumenischen Männervesper über sein Heimatland gesprochen. Fast 30 Männer waren gekommen und - ausnahmsweise - eine Ehefrau, die ihr Mann mitgebracht hatte. Alle lauschten interessiert den Ausführungen des neuen Geiselwinder Seelsorgers, der auch über seine eigene Person so manche Details preisgab.

Aus erster Hand erfuhren die vielen Zuhörer, wie es in Indien, der größten Demokratie auf der Welt, zugeht. In dem subtropischen Land, das sich sowohl von Norden nach Süden als auch von Osten nach Westen rund 3.000 Kilometer erstreckt, leben 1,3 Milliarden Menschen. Nur in China leben noch ein paar mehr. Fast 80 Prozent davon sind Hindus, rund 14 Prozent Muslime und nur 2,3 Prozent sind Christen. Weitere, von der Anzahl der Gläubigen nennenswerte Religionen sind der Sikhismus, der Buddhismus und der Jainismus. Alle leben im Großen und Ganzen friedlich zusammen. Ja, viele Anhänger anderer Religionen besuchen die christlichen Gottesdienste und feiern sogar die christlichen Feste mit, erklärte Pfarrer Josef.

2,3 Prozent hört sich nicht viel an. Wenn man aber die Zahl auf die Einwohner umrechnet, kommt man auf 30 Millionen. Zum Vergleich: In Deutschland gibt es etwa 50 Millionen Christen, was rund 60 Prozent der Bevölkerung sind.

Die meisten Christen in Indien leben ganz im Süden. Auch Pfarrer Joseph, der mit vollem Namen Joseph Kollathuparampil heißt, kommt von dort. Er ist in Kerala, einem der 29 Bundesstaaten, das etwas größer als Baden-Württemberg ist, aufgewachsen. Nach seinem 12-jährigen Studium zum Priester lernte er an einem Goethe-Institut noch die Deutsche Sprache, um sich auf seine Zeit hier vorzubereiten. Er spricht außerdem zwei indische Sprachen und Englisch. Dann kam er wegen des Priestermangels hierzulande nach Deutschland und ins Dekanat Höchstadt an der Aisch, nach Franken - und verstand kein Wort. Nach nun schon vier Jahren dort hat er die Franken und ihre „Sprache“ lieb gewonnen und fühlt sich im Steigerwald wohl.

Im Laufe des Vortrags erfuhr man viel über die Landschaft, die Geschichte, die Kultur, Sehenswürdigkeiten und natürlich über das christliche Leben unter sehr, sehr vielen Andersgläubigen. Farbenprächtige Bilder verdeutlichten die Ausführungen Pfarrer Josephs.

Beim „Treffen der Generation 50 Plus“ am 29. Januar 2017 wird er nochmals über Indien, seine ferne Heimat, berichten.