Dankgottesdienst zur Verabschiedung von Pater Richard mit viel Zulauf

Kirche voll, wie an einem Festtag - trotz Urlaubszeit
Am Sonntag, 19. August 2007 um 17.00 Uhr sagten wir, der Pfarrgemeinderat, die Kirchenverwaltung und die Gläubigen "Danke" für zehn Jahre Seelsorge und verabschiedeten unseren langjährigen Ortsgeistlichen Pater Richard im Rahmen eines festlichen Dankgottesdienstes in St. Burkhard in Geiselwind.
Dekan Birkel aus dem Dekan Neustadt-Aisch / Bad Windsheim sprach die Festpredikt.
Als "Danke schön" und Erinnerung an die Pfarrei St. Burkhard erhielt Pater Richard einen handgearbeiteten ca. 85 cm hohen Kerzenstände aus der Goldschmiede des Klosters Münsterschwarzach.
- Zehn Jahre mit viel Bewegung
Pater Richard Dabek verlässt seine Pfarrstelle Geiselwind
GEISELWIND (Von Monika Cabolet) Am 31. August wird Ressurektionistenpater Richard Dabek seinen bisherigen Wirkungskreis, die katholischen Pfarreien in Geiselwind und in Breitenlohe, verlassen und am 1. September seine neue Pfarrstelle in dem oberfränkischen Zeyern bei Kronach antreten. Mit einer Kirchenparade am Marktplatz und dem feierlichen Einzug in die Pfarrkirche begann die Abschiedsfeier, zu der Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung eingeladen hatten. Die Festpredigt im Dankgottesdienst hielt Dekan Birkel vom Dekanat Neustadt/Aisch Bad Windsheim. Im Verlauf des festlichen Gottesdienstes, der vom Singkreis Geiselwind musikalisch umrahmt wurde, bedankte sich Pater Richard für die schöne und gute Zeit, die er in Geiselwind haben durfte. Die zehn Jahre seien vielfältig, abwechslungsreich und interessant gewesen, geprägt von vielen Gästen, viel Bewegung und auch von der guten Ökumenischen Zusammenarbeit. Der Vorsitzende des Pfarrgemeinderats, Matthias Felber, bedankte sich für das Wirken des Geistlichen und überreichte einen handgearbeiteten Kerzenständer als Abschiedsgeschenk. Den Dank der Kirchenverwaltung trug Kirchenpflegerin Brigitte Palotz vor. Nach dem Gottesdienst zog die Festgemeinde zum Pfarrheim, wo es bei einem Stehempfang Gelegenheit für offizielle und persönliche Abschiedsworte gab. Den letzten Gottesdienst in der Pfarrei Geiselwind wird Pater Dabek am 31. August in der Dorfkirche in Gräfenneuses zelebrieren.
Der neue Ortsgeistliche Pfarrer Georg Schneider, nimmt ab 1. September seinen Dienst in Geiselwind und Breitenlohe auf. Seine feierliche Amtseinführung in Geiselwind wird am 16.September stattfinden.
Pater Richard Dabek wurde am 1. Juni in der Nähe von Krakau geboren. Nach dem Studium in Krakau war er zunächst in seiner polnischen Heimat in Posen, Beuten und in Warschau als Priester tätig. Seit 1969 ist er Mitglied der Ordensgemeinschaft der Ressurrektionisten. Für den seelsorgerischen Einsatz in Deutschland bereitete er sich1989 in Schwäbisch-Hall vor. Von 1990 bis 1992 war er Pfarrer in Seinsheim und Iphofen. Ab 1992 betreute er die katholische Pfarrei Breitenlohe und ab September1997 zusätzlich auch die Pfarrei St Burkhard in Geiselwind mit der Kuratie Appenfelden. Rund 2400 katholische Gläubige wurden in den vergangenen zehn Jahren von Pater Richard Dabek seelsorgerisch betreut.
- Das Stichwort „Resurrektionisten“
Resurrektionisten nennen sich die katholischen Patres und Brüder der Kongregation Auferstehung Jesu Christi. Der Begriff kommt aus dem Lateinischen (resurgere – wieder auferstehen). Heute leben etwa 400 Resurrektionisten weltweit. Generalsitz ist Rom. In Deutschland sind die Patres in den Pfarreien tätig.
- "Der Abschied fällt mit nicht leicht"
Gespräch mit Pater Richard Dabek, der Geiselwind nach zehn Jahren verlässt
GEISELWIND(Von Monika Cabolet) Der Abschied aus Geiselwind falle ihm nicht leicht. In einem Gespräch mit der MAIN-POST in St. Burkhard sagte Pater Richard Dabek rückblickend, dass er sehr schöne und gute Jahre in Geiselwind verbracht habe. Auch wenn sein Wechsel ins rund 100 Kilometer entfernte Zeyern (Oberfranken) seit April feststand, so habe er die Gedanken an den Wechsel zunächst lange verschoben. Es sei eine besonders interessante und abwechslungsreiche Arbeit in Geiselwind gewesen, sagt Dabek. "Es sind hier immer viele Gäste und Reisende, es ist viel Bewegung hier." Beispielhaft dafür nannte er die ökumenische Autobahnkirche "Licht auf unserem Weg" im Autohof, in der er seit September 2001 ein oder zweimal im Monat den Sonntagsgottesdienst zelebrierte. Auch die Vorbereitungsarbeit für die Autobahnkirche mit den zahlreichen Besprechungen sei interessant, einzigartig und erfolgreich gewesen. Mit Freude erinnerte er sich am Ende seiner Amtszeit in Geiselwind an die vielen menschlichen Begegnungen, an freudige Ereignisse und schmerzhafte Erlebnisse, die er mit den Gläubigen teilen durfte. Stets sehr erfreulich sei die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Kindergartenteam im katholischen Kindergarten gewesen. Als besonders erwähnenswerte und schöne Begegnungen der vergangenen 15 Jahre nannte Pater Dabek seine Begegnungen mit der fürstlichen Familie in Castell. "Fürst Albrecht, den ich vor 15 Jahren kennen gelernt habe, ist Patronatsherr von Breitenlohe. Die Begegnungen. mit ihm und seiner Familie sind besonders erwähnenswert und waren auch für mich persönlich beeindruckend und immer sehr erfreulich", sagt Pater Dabek. Im Rückblick dürfe er feststellen, dass persönliche wie auch die seelsorgerische und ökumenische Zusammenarbeit mit. allen katholischen und evangelischen Kollegen rund um Geiselwind und Breitenlohe stets sehr gut gewesen sei.